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| verkinto [voknomo] | titolo | lingvo | publikigo | identiga kodo | lasta modifo | aspekto |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Christian Wilster | Bonden og hans Søn | Danish | Arg-1074-536 | 2013-02-10 19:26 Manfred | nur tiun aldonu | |
| Christian Fürchtegott Gellert | * Der Bauer und sein Sohn | Germana | Arg-1068-536 | 2013-02-10 19:41 Manfred | nur tiun forigu | |
| Hans Erik Jensen | La kamparano kaj lia filo | Esperanto | 1951-06-07 | Arg-1072-536 | 2013-02-10 19:30 Manfred | nur tiun aldonu |
Christian Fürchtegott Gellert, |
| Ein guter dummer Bauerknabe, |
| Den Junker Hans einst mit auf Reisen nahm, |
| Und der, trotz seinem Herrn, mit einer guten Gabe, |
| Recht dreist zu lügen, wiederkam, |
| Ging, kurz nach der vollbrachten Reise, |
| Mit seinem Vater über Land. |
| Fritz, der im Gehn recht Zeit zum Lügen fand, |
| Log auf die unverschämtste Weise. |
| Zu seinem Unglück kam ein großer Hund gerannt. |
| "Ja, Vater", rief der unverschämte Knabe, |
| "Ihr mögt mirs glauben oder nicht: |
| So sag ich Euchs, und jedem ins Gesicht, |
| Daß ich einst einen Hund bei — Haag gesehen habe, |
| Hart an dem Weg, wo man nach Frankreich fährt, |
| Der — ja, ich bin nicht ehrenwert, |
| Wenn er nicht größer war als Euer größtes Pferd." |
| "Das", sprach der Vater, "nimmt mich wunder; |
| Wiewohl ein jeder Ort läßt Wunderdinge sehn. |
| Wir, zum Exempel, gehn itzunder, |
| Und werden keine Stunde gehn: |
| So wirst du eine Brücke sehn |
| (Wir müssen selbst darüber gehn), |
| Die hat dir manchen schon betrogen |
| (Denn überhaupt solls dort nicht gar zu richtig sein); |
| Auf dieser Brücke liegt ein Stein, |
| An den stößt man, wenn man denselben Tag gelogen, |
| Und fällt, und bricht sogleich das Bein." |
| Der Bub erschrak, sobald er dies vernommen. |
| "Ach", sprach er, "lauft doch nicht so sehr. |
| Doch wieder auf den Hund zu kommen, |
| Wie groß sagt ich, daß er gewesen wär? |
| Wie Euer großes Pferd? Dazu will viel gehören. |
| Der Hund, itzt fällt mirs ein, war erst ein halbes Jahr; |
| Allein das wollt ich wohl beschwören, |
| Daß er so groß, als mancher Ochse, war." |
| Sie gingen noch ein gutes Stücke; |
| Doch Fritzen schlug das Herz. Wie konnt es anders sein? |
| Denn niemand bricht doch gern ein Bein. |
| Er sah nunmehr die richterische Brücke, |
| Und fühlte schon den Beinbruch halb. |
| "Ja, Vater", fing er an, "der Hund, von dem ich redte, |
| War groß, und wenn ich ihn auch was vergrößert hätte: |
| So war er doch viel größer als ein Kalb." |
| Die Brücke kömmt. Fritz! Fritz! wie wird dirs gehen! |
| Der Vater geht voran; doch Fritz hält ihn geschwind. |
| "Ach Vater!", spricht er, "seid kein Kind, |
| Und glaubt, daß ich dergleichen Hund gesehen. |
| Denn kurz und gut, eh wir darüber gehen, |
| Der Hund war nur so groß, wie alle Hunde sind." |
| Du mußt es nicht gleich übelnehmen, |
| Wenn hie und da ein Geck zu lügen sich erkühnt. |
| Lüg auch, und mehr als er, und such ihn zu beschämen: |
| So machst du dich um ihn und um die Welt verdient. |
| Verkinto de tiu ĉi Germana poemo estas Christian Fürchtegott Gellert (Kristiano Timodio Gelerto, *1715-07.04 - †1769-12-12). Pri la verkinto vidu ankaŭ la vikipedian retejon http://eo.wikipedia.org/wiki/Christian_Fürchtegott_Gellert resp. la germanan version http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Fürchtegott_Gellert. |