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Gustav Schwab * Ein Epilog German Arg-369-183 2004-02-24 08:15 Manfred only this remove

Gustav Schwab,
Ein Epilog

 
Ich hab es mir zum Trost ersonnen
In dieser schweren Zeit der Not,
In dieser Blütezeit der Schufte,
In dieser Zeit von Salz und Brot.
 
Ich zage nicht, es muss sich wenden,
Und heiter wird die Welt erstehn,
Es kann der echte Keim des Lebens
Nicht ohne Frucht verlorengehn.
 
Der Klang von Frühlingsungewittern,
Von dem wir schaudernd sind erwacht,
Von dem noch alle Wipfel rauschen,
Er kommt noch einmal über Nacht!
 
Und durch den ganzen Himmel rollen
Wird dieser letzte Donnerschlag;
Dann wird es wirklich Frühling werden
Und hoher, heller, lichter Tag.
 
Heil allen Menschen, die es hören!
Und Heil dem Dichter, der dann lebt
Und aus dem offnen Schacht des Lebens
Den Edelstein der Dichtung hebt!
 
Author of this German poem is Gustav Schwab
(*1792 - †1850).