Poezio
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Christian Friedrich David Schubart * Die Forelle Deutsch Arg-1669-832 2013-02-20 09:07 Manfred nur diese entfernen
Ludwig Schödl La truto Esperanto Arg-1670-832 2013-02-20 09:46 Manfred nur diese hinzufügen
Ludwig Schödl La truto (2a traduko) Esperanto Arg-1671-832 2013-02-20 15:30 Manfred nur diese hinzufügen

Christian Friedrich David Schubart,
Die Forelle

 
In einem Bächlein helle,
Da schoss in froher Eil
Die launische Forelle
Vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade
Und sah in süßer Ruh
Des muntern Fisches Bade
Im klaren Bächlein zu.
 
Ein Fischer mit der Rute
Wohl an dem Ufer stand
Und sah´s mit kaltem Blute,
Wie sich das Fischlein wand.
Solang dem Wasser Helle,
So dacht ich, nicht gebricht,
So fängt er die Forelle
Mit seiner Angel nicht.
 
Doch plötzlich ward dem Diebe
Die Zeit zu lang. Er macht
Das Bächlein tückisch trübe,
Und eh ich es gedacht –
So zuckte seine Rute,
Das Fischlein zappelt dran,
Und ich mit regem Blute
Sah die Betrogne an.
 
Die ihr am goldnen Quelle
Der sichern Jugend weilt,
Denkt doch an die Forelle;
Seht ihr Gefahr, so eilt!
Meist fehlt ihr nur aus Mangel
Der Klugheit. Mädchen, seht
Verführer mit der Angel! –
Sonst blutet ihr zu spät.
 
Verfasser dieses deutschen Gedichtes ist
Christian Friedrich David Schubart
(*1739-03-24 - †1791-10-10).

Vidu ankaŭ la retejon
http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Friedrich_Daniel_Schubart,
vertont von Franz Schubert (31.01.1797
– 19.11.1828; Vidu ankaŭ la vikipedian
retejon http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schubert.