
| zum Ausdrucken exportieren: Hochformat (PDF)
Querformat (PDF)
| [nur Standard-Exportformate zeigen]
weitere Exportformate: einfacher Text LaTeX LaTeX Querformat DVI DVI Querformat Postscript Postscript Querformat | [zum Buch hinzufügen] [Buch löschen] |
| Verfasser [Vorname] | Titel | Sprache | Erscheinung | Kennung | letzte Änderung | Ansicht |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Heinrich Neye | * Alte Hausmittel | Deutsch | Arg-209-104 | 2006-03-03 11:44 Manfred | nur diese entfernen | |
| Manfredo Ratislavo | Malnovaj hejm-rimedoj | Esperanto | Arg-210-104 | 2006-03-06 14:26 Manfred | nur diese hinzufügen |
Heinrich Neye, |
| Man sagt, das zwanzigste Jahrhundert |
| sei das der großen Müdigkeit, |
| was mich persönlich wenig wundert, |
| ich gähne auch die halbe Zeit. |
| Und meine Schwestern, meine Brüder, |
| die meisten Menschen, die ich frag', |
| sie sind zum großen Teil noch müder |
| trotz Urlaub und Achtstundentag. |
| Ein Zwiespalt scheint mir hier zu klaffen, |
| der gähnend in Erscheinung tritt: |
| Der Mensch, aus Fleisch und Blut geschaffen, |
| kommt mit der Technik nicht mehr mit. |
| Das Herz, von Coffein befeuert, |
| klopft Tag und Nacht im dritten Gang, |
| von Hast und Hetze ferngesteuert |
| jagt man den Lebensweg entlang. |
| Es gibt zwar viel, sich wach zu halten, |
| doch was noch stets ins Schwarze traf, |
| das sind die Mittel unsrer Alten: |
| Ein dickes Fell und reichlich Schlaf. |
| Verfasser dieses deutschen Gedichtes ist Heinrich Neye (*1913-02-27 - †2002-07-18). Aus der Zeitschrift "Landwirtschaftliches Wochenblatt" [Presseorgan des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, Postfach 4929, D-48028 Münster/Westfalen.], erschienen in einer Ausgabe des Jahres 1994. |